Sucht am Arbeitsplatz – Teil 2

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Erfahren Sie im zweiten Teil des Themenfeldes Sucht am Arbeitsplatz alles über verschiedene Suchtarten, ab wann man als süchtig gilt und welche Bedeutung Sucht bei der Arbeit besitzt.
Sucht Abhängigkeit am Arbeitsplatz

Der Unterschied zwischen einer substanzgebundenen- und einer substanzungebundenen Sucht

Grundsätzlich ist es wichtig, dass man beim Thema Sucht immer zwischen einer substanzgebundenen- und einer substanzungebundenen Sucht unterscheidet. Substanzgebundene Süchte hängen mit Mitteln zusammen, die meist eine direkte Wirkung auf unser Belohnungszentrum im Gehirn haben.

Zu den substanzgebundenen Süchten gehören zum Beispiel:

  • Nikotin,
  • Alkohol,
  • Beruhigungsmittel,
  • psychoaktive Substanzen,
  • oder psychoaktive Stimulanzien.

Zu den substanzungebundenen Süchten gehören zum Beispiel:

  • Internetsucht,
  • Kaufsucht,
  • Arbeitssucht,
  • das Messie-Syndrom,
  • oder Hypersexualität (Sexsucht)

Unterschiede der Suchtarten

Auf Ebene des Gehirns werden bei beiden Suchtarten ähnliche Botenstoffe ausgeschüttet. Vergleichen kann man auf dieser Ebene viele stoffungebundene Süchte deshalb mit einer Alkoholsucht. Jedoch sind schädigende körperliche Folgen einer stoffungebundenen Sucht kaum vorhanden und auch eine körperliche Abhängigkeit entsteht nicht.

Ab wann gilt man als süchtig oder suchtgefährdet?

In der Praxis müssen verschiedene Kriterien in den Verhaltensweisen von Personen bei einer Suchterkrankung erfüllt werden, damit diese als süchtig gilt. Dazu gehören:

  • Das Verlangen nach dem Konsum oder dem Verhalten
  • Die Entzugserscheinungen bei Ausbleiben des Konsums oder des Verhaltens
  • Die Erhöhung Menge der Substanz oder auch die Verringerung der Abstände im Konsum.

Welche Bedeutung hat Sucht im Kontext der Arbeitswelt?

Ein besonderes Bild ergibt sich beim Thema Sucht am Arbeitsplatz. Denn gerade bei Süchten und Abhängigkeiten in der Arbeitswelt, wie z.B. Alkoholsucht im Arbeitsleben, entstehen hohe volkswirtschaftliche Schäden. So geht die Alkoholsucht bei der Arbeit mit Leistungsverlusten, einer höheren Sterblichkeit der Abhängigen, Frühberentung und Arbeitsunfällen einher. Diese Folgen stellen für den Arbeitgeber und den Angestellten große Probleme mit schwerwiegenden Folgen dar.

Anzeichen einer Sucht bei Mitarbeitern...

Welche Anzeichen für Suchterkrankungen im Arbeitsalltag und Sucht am Arbeitsplatz gibt es? Folgende Punkte zeigen einige Anzeichen und Warnsignale:
  • Der betroffene Mitarbeiter wird unzuverlässig und erklärt seine verminderte Leistungsfähigkeit beispielsweise durch körperliche Beschwerden.
  • Der betroffene Mitarbeiter fällt oftmals aus gesundheitlichen Gründen aus. Die Krankschreibungen häufen sich also.
  • Der betroffene Mitarbeiter verändert sich grundlegend in seinen Verhaltensweisen. Geht sehr häufig zur Toilette oder zeigt eventuell körperliche Anzeichen, wie zum Beispiel glasige Augen, Alkoholgeruch etc.

Welche Handlungsmöglichkeiten haben Chefs, Personalverantwortliche oder Kollegen?

Wenn Anzeichen für eine Sucht bei einem Mitarbeiter bestehen, welche Handlungsmöglichkeiten haben dann Chefs, Personalverantwortliche, oder Kollegen? Die besten Möglichkeiten mit einem betroffenen Kollegen umzugehen sind beispielsweise folgende:
  • Die direkte Ansprache des betroffenen Kollegen. Auch wenn es im ersten Moment sehr schwierig erscheint den Kollegen darauf anzusprechen, oftmals ist es für die Betroffenen eine kleine Befreiung und sie sind froh, dass sie einen Vertrauten haben. Natürlich sollte dabei deutlich sein, dass die Ansprache wertschätzend und nicht verurteilend oder vorwurfsvoll ist.
  • Die Empfehlung des Besuchs eines Betriebsarztes für den betroffenen Kollegen. Denn kaum ein Süchtiger traut sich direkt mit seinem Chef oder einem Personalleiter über eine tabuisierte Erkrankung wie Sucht am Arbeitsplatz zu sprechen. Daher kann ein geeigneter erster Weg der Besuch beim Betriebsarzt sein.

Quellenverzeichnis:

Max Rabe

Max Rabe

B.A. Gesundheitsmanagement:
Max Rabe hat seine Bachelor-Thesis im Fachbereich der Gesundheitspsychologie geschrieben und war neben seinem Studium im betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig. Aktuell arbeitet er im Vertrieb im Innen- und Außendienst bei 2KLANG und schreibt zu unterschiedlichen Themengebieten Blogbeiträge.

Wer wir sind:

2Klang ist ein junges Hamburger Unternehmen, was sich auf die langfristige Gesunderhaltung von Mitarbeitern spezialisiert hat.

In diesem Blog posten wir regelmäßig Interessantes und Wissenswertes rund um die Gesundheit von Mitarbeitern, BGM und alles was Personaler sonst noch interessiert. 

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Weiterführendes Video zum Thema Sucht am Arbeitsplatz:

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